Wer sich mal ein paar Minuten Zeit nimmt kann mit Sicherheit eine Vielzahl an Lebensmittel oder Verbrauchsgütern nennen, die wir jeden Monat wieder und wieder einkaufen und benutzen.

Schätzungen zufolge trifft das auf mehr als 80% unserer Einkäufe zu.

Kaufen wir diese Produkte geplant nachhaltig ein, können wir Geld einsparen, das normalerweise im „Müll landet“ oder für Vermeidbares ausgegeben wird!

Wenn wir diese Artikel vorausschauend bestellen und nicht erwarten, dass diese 24/7 in einem Ladenregal in unserer nächsten Umgebung stehen, ist das schon ein großer Beitrag, der Zwischenlagerung und Transport, Bearbeitung und sogar Herstellung von Produkten verhindern kann, die aktuell im Müll landen! Ein Beispiel: Tofu wird aus Sojabohnen gemacht. Weiss fast jeder! Sojabohnen, fachgerecht eingelagert können bis zu drei Jahre verwendet werden! Tofu hingegen hat je nach Herstellung nur eine Haltbarkeit von ein paar Wochen. Würden wir einen Großteil des Tofus nur auf Vorbestellung herstellen ständen uns die nicht verbrauchten Sojabohnen weiterhin zur Verfügung, um Tofu herzustellen. Statt die produzierte Ware in mehr als 100.000 Supermärkte in Europa zu verteilen könnten wir also mehrfach nachhaltig handeln: Diese Menge müsste nicht transportiert und in Kühlhäusern mit entsprechendem Energieaufwand gelagert werden! Diese Menge müsste nicht mit entsprechendem Wasserverbrauch und Energieaufwand hergestellt werden! Diese Menge müsste nicht (in Plastik) verpackt werden und würde entsprechend die Abfallmenge und Verpackungsproduktion reduzieren. Die Rohstoffmenge der Lebensmittel und Verpackungen wäre noch eingelagert und müsste nicht angebaut oder hergestellt werden! Die reduzierten Anbau- und Abfallmengen würden weniger Belastung für unsere Böden und Gewässer bedeuten. Die Umstellung vom konventionellen Anbau auf Bio-Anbau wäre umsetzbarer, da die eventuell geringere Ausbeute (bei Verzicht auf Pestizide und Chemie-Dünger) durch die reduzierte Wegwerf-Menge zumindest zum Teil kompensiert werden kann. Auch Dreifelderwirtschaft und die Regeneration der Böden wäre machbarer. Und dieses Beispiel ist nur auf ein Produkt bezogen und mit der kleinstmöglichen Verpackungseinheit gerechnet.

Die Menschen, die aktiv an der Gestaltung unserer Gemeinschaft mitwirken entscheiden darüber, ob das Geld gespendet, verschenkt oder für die Verbesserung der eigenen Lebensmittelversorgung genutzt wird.

Die meisten würden gerne mehr Geld für qualitative Lebensmittel zur Verfügung haben. Statt mit Rabatten die Menschen zu belohnen, die sich verhältnismässig schon mehr erlauben können, gehen wir bei LoVegano-Community den Weg der Beteiligung an den generierten Einsparungen. Es zählt nicht wieviel ich selbst konsumiere, sondern was aufgrund meines Beitrags an vermeidbaren Kosten eingespart wird. Davon bekomme ich einen prozentualen Anteil und kann diesen wiederum für meinen Eigenbedarf einsetzen. Geht es mir finanziell gut und ich brauche diesen Betrag nicht, kann ich diesen an andere Personen verschenken oder an eine Organisation spenden!